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Über uns

Foto Bündnisrat 2012 in Frankfurt am Main

Wer wir sind

Seit 2002 setzt sich das Aktionsbündnis gegen AIDS dafür ein, dass Deutschland seiner Verantwortung als wirtschaftlich privilegierter Industriestaat gerecht wird und einen angemessenen Beitrag für die globale Bewältigung von HIV und Aids leistet. Dabei geht es insbesondere darum, dass ALLE Menschen den benötigten Zugang zu HIV-Prävention, Behandlung, Betreuung und Pflege erhalten – auch und vor allem in benachteiligten Ländern.

Das Aktionsbündnis gegen AIDS ist ein Netzwerk aus rund 300 Gruppen und Organisationen aus der ganzen Bundesrepublik. Dazu gehören lokale Aids-Hilfe Gruppen, evangelische und katholische Kirchen und Gemeinden, Eine-Welt-Läden so wie Organisationen die im Bereich Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe, HIV&Aids und Gesundheitsfragen arbeiten.

Mitträgerorganisationen des Aktionsbündnis gegen AIDS arbeiten in Fachkreisen zu unterschiedlichen Themenfeldern zusammen. Gemeinsam mit dem Bündnisbüro entwickeln sie Strategien, um unseren Anliegen bei den Verantwortlichen in Politik und Pharmaindustrie Gehör zu verschaffen.

Hier finden Sie eine Übersicht der Gremien und Strukturen.

Was wir machen

Durch Gespräche, Fachkonferenzen, Publikationen, Pressearbeit, Kampagnen und Aktionen werden die Öffentlichkeit und EntscheidungsträgerInnen informiert und sensibilisiert. Ziel ist, die Situation für benachteiligte Menschen, die besonders von HIV und Aids gefährdet oder betroffen sind, zu verbessern.

Wir sprechen mit politischen EntscheidungsträgerInnen in Bundestag und Bundesregierung, denn dort wird sowohl über finanzielle Anstrengungen zur HIV-Bewältigung und Gesundheitsförderung entschieden als auch über nationale und internationale Vereinbarungen. Dabei ist uns wichtig, dass effektive Prävention und Zugang zu bezahlbaren Medikamenten und Diagnostika überall auf der Welt Realität werden.

Wir erinnern die Bundesregierung nachdrücklich daran die von den Vereinten Nationen beschlossene Verpflichtung zu erfüllen, 0,7% des Bruttonationaleinkommens (BNE) an Mitteln für Entwicklungszusammenarbeit bereitzustellen. Und wir fordern, dass davon mindestens 0,1% des BNE für den lebenswichtigen Bereich der Gesundheitsvorsorge und -versorgung eingesetzt wird. Dazu gehört auch, dass der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria adäquat finanziert wird. 

Wir machen auf Themen aufmerksam, für die sich die Bundesregierung stärker einsetzen muss und und schlagen Handlungsmöglichkeiten vor. Eine wichtige Adressatin des Aktionsbündnis ist auch die Pharmaindustrie. Von ihr wird gefordert Forschung für geeignete Kombinationspräparate zu verstärken und den Zugang zu bezahlbaren Medikamenten und Diagnostika zu verbessern.

Wieso es uns gibt

Die Weltgemeinschaft kann Aids bis 2030 beenden, wie es in der Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen gefordert wird. Dafür muss das politische und finanzielle Engagement deutlich verstärkt werden.

In den letzten Jahren gab es wichtige Teilerfolge bei der Prävention von Neuinfektionen und bei der Behandlung für Menschen, die mit HIV leben. Dadurch geht auch die Zahl Aids-bedingter Todesfälle zurück – ein Erfolg besonders auch zivilgesellschaftlicher Bemühungen.

Aber: Wir dürfen nicht auf halbem Weg stehen bleiben. Um das Ziel zu erreichen, müssen wir bei der Senkung der Neuinfektionen und der Todesfälle erheblich schneller vorankommen als bisher. Dafür ist es notwendig, dass alle HIV-positiven Menschen Zugang zu einer effektiven Therapie erhalten und geeignete Präventionsprogramme allen gefährdeten Menschen zugutekommen.

Verstärkte Bemühungen sind notwendig um junge Menschen und besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen, wie SexarbeiterInnen, Drogennutzende oder Männer, die Sex mit Männern haben, zu erreichen. Stigmatisierung und Diskriminierung muss abgebaut werden, denn es hält Menschen davon ab, sich vor einer Infektion ausreichend schützen zu können oder sich kontinuierlich behandeln zu lassen.

Als deutschlandweites Netzwerk setzt sich das Aktionsbündnis gegen AIDS dafür ein, dass das Ziel eines Endes von Aids bis 2030 die notwendige Aufmerksamkeit hat und konsequent verfolgt wird.

Grundlagendokumente des Aktionsbündnis

Die zwei wesentlichen Dokumente sind die sog. Bündnisplattform sowie die Deklaration "Für eine Welt ohne Aids", die zum 10-jährigen Jubiläum von den MitträgerInnen des Aktionsbündnis verabschiedet wurde. Sie enthalten die grundlegenden Situationsanalysen, Positionen und Forderungen.

Kontakt- und weitere Daten sowie Datenschutzbestimmungen

finden Sie im Impressum.

Aktionsbündnis gegen AIDS, 2017