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Internationale Gipfel, Treffen, Konferenzen

HIV und Aids. Ein internationales Phänomen in der internationalen Diskussion

Schloss Elmau in der Alpenwelt Karwendel – Schauplatz des G7-Gipfels 2015

Unterschiedliche Gipfel, Treffen und Konferenzen setzen sich mit globalen Fragestellungen zu HIV und Aids auseinander. Das Aktionsbündnis gegen AIDS begleitet und informiert diese Veranstaltungen. Es setzt sich dafür ein, das Beschlüsse gefasst und eingehalten werden, die dazu beitragen, universellen Zugang zu HIV-Prävention, Behandlung, Betreuung und Unterstützung zu ermöglichen - und dadurch das Ziel des Endes von Aids bis 2030 zu erreichen

G7-, G8- und G20-Gipfel

Das Aktionsbündnis gegen AIDS begleitet stets die Entwicklungen vor, während und nach den jährlich stattfindenden G7-,  beziehungsweise G8- und G20-Gipfeln. Während das Aktionsbündnis versucht den größeren Zusammenschluss - die G20 - dazu zu bewegen sich auch mit HIV und Aids auseinanderzusetzen, werde die G8 dazu angehalten ihre eingegangenen Verpflichtungen zur Überwindung der Epidemie umzusetzen und einen adäquaten Beitrag zu leisten, damit ein Ende von Aids bis 2030 erreicht wird.

Seit Gründung des Aktionsbündnis gegen AIDS haben zwei G7, bzw. G8-Gipfel 2007 und 2015 in Deutschland und beide unter der Präsidentschaft von Bundeskanzlerin Merkel stattgefunden. Der G8-Gipfel 2007 hat wichtige Beschlüsse zu HIV und Aids hervorgebracht. Im gleichen Jahr fand auch die sog. Wiederauffüllungskonferenz für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) unter deutscher Gastgeberschaft statt. Der G7-Gipfel im Entwicklungsjahr 2015 positioniert sich leider so gut wie gar nicht. Obwohl globale Gesundheit eine wichtige Rolle auf der Gipfelagenda spielt und die Themen alle eine große Schnittmenge zu HIV und Aids haben, erwähnt die G7-Abschlusserklärung Aids lediglich im Namen des Globalen Fonds.

Weitere Infos:

UNGASS zu HIV und Aids

Im Juni 2001 fand die erste United Nations General Assembly Special Session on HIV/Aids (UNGASS) statt. Die internationale Gemeinschaft stellte sich in dieser UN Sondergeneralversammlung der Aufgabe, eine adäquate Antwort auf die globale HIV und Aids - Krise und ihre vielfältigen Ursachen und Auswirkungen zu entwicklen. Die UN-Mitgliedsstaaten verabschiedeten die "Verpflichtungserklärung zu HIV/Aids" in der sie sich dazu bekennen zeitgebundene Ziele und grundlegende Handlungsprinzipien zu HIV und Aids zu erfüllen. Sie verpflichteten sich auch zur Einrichtung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria als zentrales Instrument zur Finanzierung umfassender HIV-Bekämpfungsmaßnahmen.

Im Juni 2006 verabschiedeten die Vereinten Nationen eine Nachfolgeerklärung, die "Politische Erklärung zu HIV/Aids". Darin wird die Entschlossenheit bekräftigt, die Verpflilchtungserklärung von 2001 konsequent umzusetzen. Als übergreifendes Ziel verständigt man sich darauf, für alle Menschen den universellen Zugang zu umfassender HIV-Prävention, Behandlung, Betreuung und Unterstützung bis 2010 zu gewährleisten. Dieses Ziel wurde nicht erreicht.

Im Juni 2008 kamen die UN zusammen, um die gemachten Fortschritte auszuwerten.

Im Juni 2011 fand eine weitere UNGASS statt, die den Stand der Umsetzung der Verpflichtungserklärung und der politischen Erklärung überprüfte. Das Ziel des universellen Zugangs zu HIV-Prävention, Behandlung, Betreuung und Unterstützung wurde dabei von 2010 auf 2015 verlegt. Gleichzeitig hat man sich dazu verpflichtet, bis 2015, die HIV-Übertragung von Mutter-zu-Kind vollständig zu verhindern. Diese Ziele sind auch heute noch nicht erreicht.

Das Aktionsbündnis gegen AIDS hat in bisher vier zivilgesellschaftlichen Bestandsaufnahmen mit dem Titel "Globale Krise und Deutschlands Beitrag zur Globalen Antwort" das deutsche Engagement für die Umsetzung der internationalen HIV/Aids-Ziele seit 2001 untersucht, ausgewertet und Empfehlungen ausgesprochen.

Die UNGASS Schattenberichte des Aktionsbündnis gegen AIDS finden Sie in der Mediathek.

UN Gipfel zur "Post-2015 Agenda"

Die acht Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals - MDGs) haben politische und finanzielle Unterstützung für Maßnahmen zu HIV und Aids mobilisiert. Sie wurden im Jahr 2000 verabschiedet und haben ihr zeitliches Ende in 2015. Ab diesem Jahr soll eine neue globale nachhaltige Entwicklungsagenda - die sogenannte Post-2015-Agenda - von den Vereinten Nationen (UN) verabschiedet werden, welche die - nicht erreichten - acht MDGs weiterentwickelt und um den Aspekt der Nachhaltigkeit ergänzt. Die nachhaltigen Entwicklungsziele, die (Sustainable Development Goals - SDGs), sollen bis 2030 erreicht sein. Das Aktionsbündnis gegen AIDS setzt sich dafür ein, dass HIV und Aids weiterhin eine wichtige Rolle spielen und die UN sich umfassend zu dem Ziel bekennen, das Ende von Aids bis 2030 zu erreichen.

Der bisherige Entwurf für die zwischenstaatlichen Verhandlungen im September 2015 enthält als Unterziel 3.3 das Ende von Aids bis 2030 und darüber hinaus bereits wichtige begleitende Maßnahmen.

Hier finden Sie weitere Infos und Konsultationsbeiträge zur Post-2015-Agenda des Aktionsbündnis gegen AIDS.

Aktionsbündnis gegen AIDS, 2017