Sie sind hier

  1. Start
  2. UN High-Level Meeting HIV...

UN High-Level Meeting HIV 2026

UNHLM HIV 2026_Aktionsbündnis gegen AIDS

Die Abkürzung UNHLM steht für United Nations High-Level Meeting, also ein hochrangiges Treffen auf Ebene der Vereinten Nationen, meist im Rahmen der Generalversammlung (UNGA). Diese Treffen haben hohe politische Bedeutung: Sie bringen Staats- und Regierungschefs sowie Minister*innen zusammen und widmen sich globalen Herausforderungen wie Gesundheit, Klimawandel, nachhaltiger Entwicklung, Frieden oder Migration.

Im Juni 2026 findet bei den Vereinten Nationen in New York erneut das Hochrangige Treffen zu HIV/Aids (UN High-Level Meeting on HIV/AIDS, UN HLM HIV) statt. Das Treffen gilt als einer der wichtigsten multilateralen Prozesse der globalen HIV-Politik. Im Zentrum steht die Verabschiedung der neuen globalen Aids-Strategie 2026–2031 sowie die politische Weichenstellung für das Ziel, Aids bis 2030 als Bedrohung der öffentlichen Gesundheit zu beenden. Das UN HLM HIV 2026 findet in einer Zeit tiefgreifender globaler Herausforderungen statt: Finanzierungslücken gefährden HIV-Programme weltweit, multilaterale Zusammenarbeit gerät zunehmend unter politischen Druck und menschenrechtsbasierte Ansätze werden verstärkt infrage gestellt. Gleichzeitig zeigen medizinische und wissenschaftliche Fortschritte weiterhin, dass eine Beendigung von Aids möglich ist, vorausgesetzt, Prävention, Behandlung und communitynahe Angebote bleiben weltweit zugänglich und finanzierbar.

Bereits die Verhandlungen zur sogenannten Modalitätenresolution im April 2026 machten deutlich, wie umkämpft zentrale Prinzipien erfolgreicher HIV-Politik inzwischen sind. Debatten um die Benennung von Schlüsselpopulationen, geschlechtergerechte Sprache, sexuelle und reproduktive Rechte sowie die Beteiligung der Zivilgesellschaft zeigen den zunehmenden politischen Druck auf evidenzbasierte und menschenrechtsorientierte HIV-Politik. Vor diesem Hintergrund kommt der Beteiligung von Zivilgesellschaft und Communities eine besondere Bedeutung zu. Communitygeführte Ansätze, die Einbindung von Menschen mit HIV sowie der Schutz zivilgesellschaftlicher Handlungsspielräume gelten seit Jahrzehnten als zentrale Voraussetzungen erfolgreicher HIV-Politik.

Das Aktionsbündnis gegen AIDS begleitet die Prozesse rund um das UN High-Level Meeting 2026 intensiv. Peter Wiessner ist  für das Aktionsbündnis gegen AIDS Teil der von UNAIDS einberufenen Multi-Stakeholder-Taskforce die unter anderem die offizielle Multi-Stakeholder-Anhörung (MSH) der Vereinten Nationen am 14. Mai 2026 organisiert. Die Anhörung dient dazu, Perspektiven von Communities, Zivilgesellschaft und Wissenschaft in die politischen Verhandlungen einzubringen. Darüber hinaus wird das Aktionsbündnis gegen AIDS gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) und der Deutschen Aidshilfe (DAH) Teil der offiziellen deutschen Delegation beim UN High-Level Meeting im Juni 2026 sein. Gemeinsam setzen sich die Organisationen für eine starke Beteiligung der Zivilgesellschaft sowie für eine evidenzbasierte, menschenrechtsorientierte und inklusive globale HIV-Politik ein.

Das Aktionsbündnis gegen AIDS wird die Entwicklungen rund um das UN HLM HIV 2026 weiterhin eng begleiten und regelmäßig über zentrale politische Prozesse, Verhandlungen und Veranstaltungen informieren.

Aktuelles

Weiterführende Informationen

, 2026