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Globale Solidarität zeigt sich daran, dass Versprechen eingehalten werden

Start der Kampagne „Gemeinsam retten wir Leben“

Dies ist die zentrale Botschaft der neuen internationalen Advocacy-Kampagne „Together We Save Lives: The Global Fund – From Financial Contributions to Impact“, die vom Global Fund Advocates Network (GFAN), der Alliance for Public Health und dem Aktionsbündnis gegen AIDS (AgA) im Rahmen der Internationalen AIDS-Konferenz 2026 in Rio de Janeiro offiziell vorgestellt wird

Die Kampagne ruft Regierungen und Geber dazu auf, ihre finanziellen Zusagen gegenüber dem Globalen Fonds rechtzeitig und vollständig einzuhalten, damit diese ihre lebensrettende Wirkung für Menschen entfalten können, die von HIV, Tuberkulose und Malaria betroffen sind.

Der Aufruf erfolgt zu einem entscheidenden Zeitpunkt: Weltweit stehen Programme zur Bekämpfung von HIV, Tuberkulose (TB) und Malaria aufgrund des zunehmenden Drucks auf die internationale Gesundheitsfinanzierung vor großen Herausforderungen. Verzögerte Beitragszahlungen, Mittelkürzungen und neue Einschränkungen der Entwicklungszusammenarbeit beeinträchtigen bereits heute essenzielle Gesundheitsdienste, gefährden die Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte und setzen Millionen von Menschenleben aufs Spiel.

Erfolge stehen auf dem Prüfstand

Seit mehr als zwanzig Jahren hat die Partnerschaft des Globalen Fonds dazu beigetragen, rund 70 Millionen Menschenleben zu retten und die gemeinsame Sterblichkeitsrate durch HIV, Tuberkulose und Malaria um 63 Prozent zu senken. Heute stehen diese Erfolge und die Millionen Menschen, deren Leben von ihnen abhängt auf dem Spiel.

Für die Initiator*innen der Kampagne geht es dabei um weit mehr als Finanzierungszusagen. Im Mittelpunkt stehen die Menschen.

Jede finanzielle Zusage von Regierungen und Gebern entscheidet darüber, ob betroffene Communities weiterhin Zugang zu lebensrettender Behandlung, Prävention und Versorgung erhalten. Globale Solidarität entfaltet ihre Bedeutung erst dann, wenn politische Zusagen in konkretes Handeln umgesetzt werden.

In den kommenden Monaten wird die Kampagne Stimmen aus betroffenen Communities, der Zivilgesellschaft, dem Gesundheitswesen internationalen Community-Akteuren zusammenbringen. Mit Videos, Interviews, Blogbeiträgen und persönlichen Erfahrungsberichten wird sie aufzeigen, wie Investitionen des Globalen Fonds Leben verändern und Gesundheitssysteme stärken und welche Folgen es hat, wenn zugesagte Mittel die Menschen, die sie am dringendsten benötigen, nicht erreichen.

Der offizielle Auftakt findet am 30. Juli im Rahmen einer Veranstaltung am GFAN-Stand (Global Village Networking Zone) während der AIDS 2026 in Rio de Janeiro statt. Vorgestellt wird der erste Kampagnenfilm, gefolgt von einer internationalen Diskussion über Solidarität, Rechenschaftspflicht und die Zukunft der globalen Gesundheitsfinanzierung.

Entscheidend ist, dass Zusagen eingehalten werden

„Seit mehr als zwei Jahrzehnten zeigt der Globale Fonds, was internationale Solidarität bewirken kann. Doch Solidarität bemisst sich nicht allein an der Höhe finanzieller Zusagen. Entscheidend ist, dass diese Zusagen eingehalten werden, die Menschen erreichen und nachhaltige Wirkung entfalten“, sagt Katy Kydd Wright, Direktorin des Global Fund Advocates Network (GFAN).

Heute ermöglichen Investitionen des Globalen Fonds einer Rekordzahl von 25,6 Millionen Menschen den Zugang zu einer antiretroviralen Therapie. Darüber hinaus erhalten 7,4 Millionen Menschen jedes Jahr eine Behandlung gegen Tuberkulose.

Die Diskussion bringt Vertreter*innen der Zivilgesellschaft, von Community-Organisationen sowie der globalen Gesundheitsbewegung zusammen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie politische Zusagen in konkrete gesundheitliche Verbesserungen umgesetzt werden – und welche Folgen es hat, wenn Finanzierungszusagen verspätet eingehen, gekürzt werden oder mit Auflagen verbunden sind, die gemeinschaftsbasierte Maßnahmen schwächen.

Globale Solidarität ist kein abstraktes politisches Konzept

„Globale Solidarität ist kein abstraktes politisches Konzept. Für Millionen von Menschen bedeutet sie einen kontinuierlichen Zugang zu Behandlung und Prävention, starke Communities und letztlich die Chance auf ein gesundes Leben. Mit dieser Kampagne möchten wir Entscheidungsträger*innen daran erinnern, dass hinter jeder finanziellen Zusage Menschen stehen“, sagt Inna Gavrylova, Senior PR & Communications Manager der Alliance for Public Health.

Im Verlauf der Kampagne werden Geschichten aus verschiedenen Ländern und Regionen veröffentlicht. Sie zeigen, wie Investitionen des Globalen Fonds den Zugang zu Leistungen im Bereich HIV, Tuberkulose und Malaria verbessert, die Rolle von Communities gestärkt und widerstandsfähigere Gesundheitssysteme geschaffen haben.

Den Erfahrungen von Communities Gehör verschaffen

„Betroffene Communities wissen besser als alle anderen, welche Folgen verspätete oder gekürzte Finanzierungszusagen haben. Mit dieser Kampagne wollen wir sicherstellen, dass ihre Erfahrungen Gehör finden und Regierungen zur Verantwortung gezogen werden, wenn  Versprechungen nicht eingehalten werden", sagen Johanna Fipp und Peter Wiessner Aktionsbündnis gegen AIDS..

Die Kampagne wird bis Ende 2026 mit weiteren Videos, Interviews, Fachbeiträgen und persönlichen Geschichten fortgeführt. Ihren Höhepunkt erreicht sie rund um den Welt-AIDS-Tag und den Tag der Menschenrechte.

Gleichzeitig haben bislang nicht erfüllte Geberzusagen bereits in mehr als 120 Ländern zu Kürzungen von Programmen des Globalen Fonds geführt und damit wichtige Leistungen zur Bekämpfung von HIV, Tuberkulose und Malaria beeinträchtigt.

Denn Versprechen allein retten keine Leben. Eingehaltene Versprechen schon.

Weitere Informationen zur Kampagne (Englisch)

https://stories.aph.org.ua/together-we-s...
https://www.aids-kampagne.de/together-we...

, 2026