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HIV und Aids - aktuelle Daten & Fakten

Wissensstand 2025

Daten und Fakten © Aktionsbündnis gegen AIDS

In den letzten Jahren konnte die Weltgemeinschaft wichtige Erfolge in der Prävention und Behandlung von HIV und Aids erzielen. Es stehen aber noch gewaltige Herausforderungen vor uns, bis die Epidemie überwunden ist.

 Im Jahr 2024 (die neuesten verfügbaren Daten, veröffentlicht 2025)

Globale HIV-Zahlen 2024

  • Im Jahr 2024 lebten weltweit 40,8 Millionen Menschen [37,0–45,6 Mio.] mit HIV.
  • 1,3 Millionen [1,0–1,7 Mio.] Menschen infizierten sich 2024 neu mit HIV.
  • 630.000 [490.000–820.000] Menschen starben 2024 an AIDS-bedingten Krankheiten.
  • 31,6 Millionen [27,8–32,9 Mio.] Menschen erhielten 2024 eine antiretrovirale Therapie (ART).
  • Seit Beginn der Epidemie haben sich 91,4 Millionen [73,4–116,4 Mio.] Menschen mit HIV infiziert.
  • 44,1 Millionen [37,6–53,4 Mio.] Menschen sind seit Beginn der Epidemie an AIDS-bedingten Krankheiten gestorben.

Menschen mit HIV

2024 lebten weltweit 40,8 Mio. Menschen mit HIV:

  • 39,4 Mio. Erwachsene (15+ Jahre)
  • 1,4 Mio. Kinder (0–14 Jahre)
  • 53 % waren Frauen und Mädchen
  • 87 % der Betroffenen kannten ihren HIV-Status.
  • 5,3 Mio. wussten nicht, dass sie HIV-positiv sind.

Zugang zu HIV-Behandlung

Ende 2024 erhielten 77 % aller Menschen mit HIV eine Behandlung:

  • Erwachsene: ~78 %, Kinder: 55 % (2010: nur 17 %)
  • Frauen: 83 %, Männer: 73 %
  • 2024 erhielten die meisten schwangeren Frauen mit HIV eine ART, wodurch die Zahl der kindlichen Neuinfektionen weltweit auf 120.000 sank (62 % weniger als 2010).

Neue HIV-Infektionen

  • Seit dem Höhepunkt 1996 sind Neuansteckungen um 61 % zurückgegangen.
    • 1996: 3,4 Mio. [2,7–4,3 Mio.]
    • 2024: 1,3 Mio. [1,0–1,7 Mio.]
  • 45 % der Neuinfektionen 2024 betrafen Frauen und Mädchen.
  • Seit 2010 sind Neuinfektionen um 40 % gesunken (von 2,2 Mio. auf 1,3 Mio.), bleiben jedoch weit über dem Zielwert von unter 370.000 im Jahr 2025.
  • HIV-Neuinfektionen bei Kindern gingen seit 2010 um 62 % zurück (von 310.000 auf 120.000). Der Fortschritt stagniert jedoch in den letzten Jahren.

Aids-bedingte Todesfälle

  • AIDS-bedingte Todesfälle sind seit dem Höhepunkt 2004 um 70 % und seit 2010 um 54 % gesunken.
  • 2024 starben weltweit rund 630.000 [490.000–820.000] Menschen an AIDS-bedingten Krankheiten – verglichen mit 2,1 Mio. [1,6–2,7 Mio.] im Jahr 2004 und 1,4 Mio. [1,1–1,8 Mio.] im Jahr 2010.
  • Das Ziel für 2025 liegt bei unter 250.000 Todesfällen.
  • 2024 starben etwa 75.000 [50.000–110.000] Kinder an AIDS-bedingten Ursachen (2010: 240.000).
  • Seit 2010 ist die AIDS-bedingte Sterblichkeit bei Frauen und Mädchen um 58 % und bei Männern und Jungen um 50 % gesunken.
  • Alle 60 Sekunden starb 2024 ein Mensch an den Folgen von HIV.

Am stärksten betroffene Gruppen

Die weltweite HIV-Prävalenz unter Erwachsenen (15–49 Jahre) lag 2024 bei 0,7 %. Aufgrund von Marginalisierung, Diskriminierung und teilweise Kriminalisierung ist sie in bestimmten Gruppen jedoch deutlich höher:

  • 7,6 % unter schwulen Männern und anderen Männern, die Sex mit Männern haben
  • 2,7 % unter Sexarbeiter*innen
  • 7,1 % unter Menschen, die Drogen injizieren
  • 8,5 % unter transgeschlechtlichen Personen
  • 1,4 % unter Menschen in Haft

Frauen und Mädchen

Weltweit entfielen 45 % aller neuen HIV-Infektionen (über alle Altersgruppen hinweg) im Jahr 2024 auf Frauen und Mädchen.

  • In Subsahara-Afrika lag der Anteil bei 63 %.
  • In allen anderen Regionen entfielen rund 73 % der Neuinfektionen auf Männer und Jungen.
  • Jede Woche infizierten sich 4000 Jugendliche und junge Frauen (15–24 Jahre) neu mit HIV – davon 3300 in Subsahara-Afrika.

Fortschritt beim 95–95–95-Ziel

  • 87 % kennen ihren HIV-Status.
  • 89 % derjenigen mit bekanntem Status erhielten Behandlung.
  • 94 % der Behandelten hatten eine Viruslastunterdrückung.
  • Kinder:  (0–14 Jahre): 63 % [46–84 %] kannten ihren Status, 87 % [63–>98 %] erhielten Behandlung, 86 % [62–>98 %] waren virussupprimiert.
  • Frauen: 92 % [73–>98 %] kannten ihren Status, 91 % [72–>98 %] erhielten Behandlung, 95 % [76–>98 %] waren virussupprimiert.
  • Männer: 84 % [66–98 %] kannten ihren Status, 87 % [69–>98 %] erhielten Behandlung, 94 % [74–>98 %] waren virussupprimiert.

Insgesamt erreichten 2024 87 % aller Menschen mit HIV die erste Zielmarke (Diagnose), 77 % hatten Zugang zu Therapie und 73 % waren virussupprimiert.

Investitionen

  • Ende 2024 standen 18,7 Milliarden US-Dollar für die HIV-Bekämpfung in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen zur Verfügung – 17 % weniger als die jährlich benötigten 21,9 Milliarden US-Dollar, um bis 2030 auf Kurs zur Beendigung von AIDS als Gesundheitsbedrohung zu bleiben.
  • Rund 52 % dieser Mittel stammten aus inländischen Quellen. Die nationalen Beiträge stiegen 2024 um 2,2 % – der erste Anstieg seit Beginn der COVID-19-Pandemie.
  • 26 von 61 Ländern planen, ihre nationalen HIV-Budgets bis 2026 zu erhöhen.
  • 2025 erlebte die Finanzierungsarchitektur für HIV tiefgreifende Umbrüche – vor allem durch den Stopp und die Unsicherheit um die PEPFAR-Finanzierung.
  • → Sollte PEPFAR nicht auf das Finanzierungsniveau von 2024 zurückkehren, droht sich die bestehende Finanzierungslücke von 17 % deutlich zu vergrößern – mit gravierenden Folgen für die globalen 2030-Ziele.

Quelle:  UNAIDS GLOBAL AIDS UPDATE

 

, 2026