Sie sind hier

  1. Start
  2. Aktuelles
  3. Globale Gesundheit im...

Globale Gesundheit im Reformprozess des BMZ

Einordnung zentraler Entwicklungen und offener Fragen

Grafik zum Reformprozess des BMZ © Aktionsbündnis gegen AIDS

Am 12. Januar 2026 hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung seinen Reformplan „Zukunft zusammen. Global gestalten.“ vorgestellt.

Aus Sicht des Aktionsbündnisses gegen AIDS wirft dieser Kurs grundlegende Fragen für die globale Gesundheitspolitik auf. Gesundheit erscheint im Reformplan nicht mehr als eigenständiges strategisches Politikfeld, während zugleich multilaterale Instrumente gestärkt und bilaterale Gesundheitszusammenarbeit weitgehend beendet werden sollen. Damit verändern sich nicht nur Finanzierungsstrukturen, sondern auch politische Steuerungsmöglichkeiten, Partnerschaften und Beteiligungsformen.

Zugleich vollzieht sich die Reform in einer Phase wachsender globaler Gesundheitskrisen und zunehmender Finanzierungslücken. Sinkende öffentliche Entwicklungszusammenarbeit, steigende Schuldenlasten vieler Länder und neue geopolitische Spannungen verschärfen den Druck auf Gesundheitssysteme weltweit. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie verlässliche und menschenrechtsbasierte Gesundheitsfinanzierung künftig gewährleistet werden kann.

Besonders relevant ist zudem, wie zivilgesellschaftliche Akteure und community-geführte Organisationen künftig strukturell eingebunden werden sollen. Gerade sie spielen eine zentrale Rolle für Prävention, Versorgung und den Zugang marginalisierter Bevölkerungsgruppen zu Gesundheitsdiensten. Ob Beteiligung und Schutz zivilgesellschaftlicher Räume künftig verbindlich abgesichert werden, bleibt bislang offen.

Dieses Hintergrundpapier dient einer ersten Einordnung. Es beschreibt zentrale Entwicklungen, benennt Problemlagen und offene Fragen und soll zur weiteren fachlichen und politischen Diskussion beitragen. Neue Entwicklungen werden wir zeitnah reflektieren und einarbeiten.  

Das Papier finden Sie hier.

, 2026