Jahresbericht 2025
Globale Gesundheit unter Druck: Advocacy, Multilateralismus und Community-Perspektiven im Fokus

Globale Finanzierungskrisen, UN-Reformen und neue politische Mehrheiten prägten die Arbeit des Aktionsbündnisses gegen AIDS im Jahr 2025. Unser Jahresbericht gibt Einblick in zentrale Advocacy-Prozesse, Kampagnen und Kooperationen für Multilateralismus, menschenrechtsbasierte HIV-Politik und gesundheitliche Gerechtigkeit.
Der Jahresbericht 2025 dokumentiert die zentralen Entwicklungen, Aktivitäten und Ereignisse des Aktionsbündnisses gegen AIDS im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2025. Er zeigt, wie wir unsere Lobby-, Öffentlichkeits- und Gremienarbeit entlang unserer Handlungsfelder gestaltet und auf tiefgreifende politische Veränderungen in der globalen Gesundheit reagiert haben. Das Jahr war geprägt von der vorgezogenen Bundestagswahl und der Regierungsbildung in Deutschland, internationalen Finanzierungskrisen infolge massiver Kürzungen in der Entwicklungszusammenarbeit sowie Reformdebatten innerhalb der Vereinten Nationen. Besonders der Rückzug zentraler Geber aus multilateralen Gesundheitsprogrammen führte weltweit zu Versorgungslücken für Menschen mit HIV, Tuberkulose und Malaria und veränderte den politischen Kontext unserer Arbeit grundlegend.
Im Mittelpunkt unserer Advocacyarbeit stand die 8. Wiederauffüllung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria. Mit Positionspapieren, parlamentarischen Gesprächen, offenen Briefen sowie einer eigenen Blog- und Videokampagne setzten wir uns für einen fairen deutschen Beitrag und eine verlässliche multilaterale Gesundheitsfinanzierung ein. Weitere Schwerpunkte waren die UN80-Reformdebatte und die Zukunft von UNAIDS, die Weiterentwicklung der deutschen Globalen Gesundheitsstrategie, internationale G7- und G20-Prozesse sowie neue Dialogformate wie die Kaminfeuer-Reihe „Quo vadis Global Health?“, die Raum für Austausch zwischen Zivilgesellschaft, Communities, Wissenschaft und Politik schuf.
Neben politischen Aktivitäten gibt der Bericht Einblicke in die Arbeit unserer Fachkreise und Arbeitsgruppen, unsere nationalen und internationalen Kooperationen sowie unsere Öffentlichkeitsarbeit – von Social Media über Newsletter bis hin zu Pressearbeit, Blog- und Videoformaten.
Der Jahresbericht macht sichtbar, wie zivilgesellschaftliche Zusammenarbeit dazu beiträgt, globale Gesundheitspolitik menschenrechtsbasiert, evidenzorientiert und solidarisch mitzugestalten.
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Zu den letzten Jahresberichten
Im Jahr 2025 waren Peter Wiessner und Johanna Fipp als Mitarbeiter*innen im Bündnisbüro tätig. Sie haben einen Großteil der in diesem Bericht dargestellten Aktivitäten vorbereitet, koordiniert und umgesetzt und damit die kontinuierliche Arbeitsfähigkeit des Bündnisses sichergestellt. Diese Arbeit wäre ohne die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den vielen haupt- und ehrenamtlich Engagierten im Aktionsbündnis gegen AIDS nicht möglich gewesen: den Mitgliedern der Fachkreise, Arbeits- und Ad-hoc-Gruppen, den Partnerorganisationen auf nationaler und internationaler Ebene sowie den zahlreichen Einzelpersonen, die ihr Wissen, ihre Zeit und ihr Engagement eingebracht haben. Wir danken allen Sprecher*innen der Fachkreise und allen darin Mitarbeitenden für ihre inhaltliche Arbeit, ihre fachliche Expertise und ihre kontinuierliche Unterstützung. Ebenso danken wir allen Organisationen und Fördernden, die die Arbeit des Aktionsbündnisses gegen AIDS durch Kooperationen, Beiträge und finanzielle Unterstützung ermöglicht und begleitet haben. Dieser Dank gilt ausdrücklich allen, die durch ihr Mitwirken dazu beigetragen haben, dass das Aktionsbündnis gegen AIDS auch 2025 handlungsfähig, sichtbar und politisch wirksam bleiben konnte.

