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VIDEO: Aktivist*innen fordern einen Fairen Beitrag Deutschlands für den Globalen Fonds

#GeBackOnTrack!

Aktivist*innen der HIV, Tuberkulose und Malaria-Arbeit aus dem globalen Süden und bei uns haben am 02. Juni vor dem Bundeskanzleramt in Berlin zur Unterstützung des Globalen Fonds mit einem „Die-in“ ihre Forderungen an die deutsche Bundesregierung und die G7 wiederholt: Der gemessen an der Wirtschaftsleistung berechnete faire Beitrag Deutschlands für den Globalen Fonds beträgt 1,8 Mrd. Euro. Allein zur Deckung des absoluten Minimalbeitrags von 1,3 Milliarden fehlen derzeit noch 100 Millionen Euro. Dieser Betrag darf nicht unterschritten werden. Das Video mit Stimmen der Aktivist*innen zeigt warum.

Für die Arbeit des Fonds sind derzeit für den Zeitraum 2023-2025 durch die Bundesregierung 1,2 Milliarden Euro bereitgestellt. Das sind zwar mehr als die 630 Millionen, die noch vor wenigen Wochen anberaumt waren, bleibt aber trotzdem weit hinter den Erwartungen zurück. Deutschland hat derzeit den G7-Vorsitz und sollte die damit einhergehende Aufmerksamkeit nutzen, um als Vorbild für andere Staaten voranzugehen, dies auch, um der Zuschreibung als ‚Global Health Champion‘ einen kleinen Schritt näher zu kommen.

Für die siebte Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds, die im September in den USA stattfindet, verfolgt der Fonds das Ziel, mindestens 18 Milliarden US-Dollar zu mobilisieren. Dies ist der absolute Mindestbeitrag, der nötig ist, um die Programme fortzuführen. Der eigentliche Bedarf zur Versorgung aller Menschen mit HIV, Tuberkulose und Malaria ist erheblich höher. Der gemessen an der Wirtschaftsleistung berechnete faire Beitrag Deutschlands beträgt 1,8 Mrd. Euro.  Allein zur Deckung des absoluten Minimalbeitrags von 1,3 Milliarden fehlen derzeit noch 100 Millionen Euro.

Das "Die-in" macht auf diese Problemlage aufmerksam. „Die-Ins“ sind zugegebenermaßen eine in die Jahre gekommene Form des Aktivismus – und es ist traurig, dass Aktionen wie diese nach wie vor nötig sind. Ein paar Zahlen zur Verdeutlichung:

Jede Minute stirbt ein Kind an Malaria, allein an Tuberkulose sterben jedes Jahr 1,5 Millionen Menschen, viele darunter mit einer HIV Ko-Infektion, laut UNAIDS starben in 2020, 680.000 Menschen an Aids. Die Anzahl der Todesopfer im Kontext von COVID-19 betrug seit Beginn der Pandemie nach Hochrechnungen der WHO 15 Millionen.

Mit dem „Die-in“ vor dem Bundeskanzleramt wurde daran erinnert, dass die meisten dieser Todesfälle hätten vermieden werden können, wenn die Ressourcen gerechter verteilt und die Finanzierung der globalen Gesundheit auf dem erforderlichen Niveau sichergestellt wären.  

Die Veranstaltungen in Berlin sollten auf die Bedeutung des Globalen Fonds hinweisen mit dem seit 20 Jahren in ärmeren Ländern Maßnahmen gegen HIV, Tuberkulose und Malaria umgesetzt werden. Durch den Globalen Fonds konnten bisher 44 Millionen Menschenleben gerettet werden. Fortbestehen und Weiterentwicklung existierender Programme sind von der Finanzierung wirtschaftsstarker Länder abhängig.    

Aktionsbündnis gegen AIDS, 2022