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HIV und Aids - Daten & Fakten

Wissensstand 2017

HIV und Aids Daten und Fakten

In den letzten Jahren konnte die Weltgemeinschaft wichtige Erfolge in der Prävention und Behandlung von HIV und Aids erzielen. Es stehen aber noch gewaltige Herausforderungen vor uns, bis die Epidemie überwunden ist.

Generelle Eckdaten

  • 36,7 Millionen Menschen leben weltweit mit HIV. Davon sind 34,5 Millionen Erwachsene
  • Der Anteil der mit HIV lebenden Frauen über 15 Jahren liegt bei 17,8 Millionen
  • Anteil der mit HIV lebenden Männer über 15 Jahren liegt bei 18,7 Millionen
  • Anteil der mit HIV lebenden Kinder zwischen 0 und 14 Jahren liegt bei 2,1 Millionen
  • Globale HIV Prävalenz unter Frauen zwischen 15-49 Jahren liegt bei 0,8
  • Globale HIV Prävalenz bei Männern zwischen 15-49 Jahren liegt bei 0,7

HIV Neuinfektionen (2016)

  • 1,8 Millionen Menschen haben sich 2016 neu mit HIV infiziert
  • 1,7 Millionen der HIV Neuinfektionen fanden unter Erwachsenen (> 15 Jahre) statt, darunter 790.000 Frauen und 870.000 Männer
  • 160.000 Kinder zwischen 0 und 14 Jahren haben sich neu mit HIV infiziert 
  • Pro Tag infizierten sich in 2016 ca. 5000 Personen, darunter 400 Kinder unter dem Alter von 15 Jahren
  • 64% der gesamten HIV-Neuinfektionen fanden in Subsahara Afrika statt
  • Die HIV Inzidenz bei 1000 Personen liegt in allen Altersgruppen bei 0,26
  • Die Gesamtzahl der HIV Neuinfektionen konnte seit 2010 lediglich um 16% gesenkt werden. Um die 2016 durch die Vereinten Nationen verabschiedeten Fast Track Ziele zu erreichen (vorgesehen sind weniger als 500.000 im Jahr 2010) müssen vermehrte Anstrengungen erfolgen.
  • Unter Kindern konnte die HIV Neuinfektionsraten seit 2010 um 47% gesenkt werden. Grund daran liegt in der besseren Versorgung Schwangerer mit HIV Medikamenten: zu beobachten war eine Steigerung des Zugangs von 47% in 2010 auf derzeit 76% (2016) 
  • Neuinfektionen unter jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren waren in 2016 44% höher als unter Männern gleichen Alters.
  • Der stärkste Rückgang von HIV Neuinfektionen zwischen 2010 und 2016 fand in Ost- und Südafrika (29%), gefolgt von Asien und Südpazifik (13%), West und Zentralafrika (9%) Zentraleuropa und Nord Amerika (9% Rückgang) statt.
  • Besorgniserregend ist im selben Zeitraum hingegen der Anstieg von HIV in den Ländern Osteuropas und Zentralasien Neuinfektionen um 60%.        

Aids-assoziierte Todesfälle 

  • 1 Millionen Kinder und Erwachsene sind 2016 an Aids-assoziierten Erkrankungen gestorben
  • 890.000 Todesfälle fanden unter Erwachsenen über 15 Jahren statt.
  • 370.000 bei Frauen über 15 Jahren
  • 520.000 bei Männern über 15 Jahren
  • 120.000 Todesfälle wurden bei Kindern zwischen 0-14 Jahren registriert. Die Sterberate unter Kindern konnte zwischen 2010 (210.000 Todesfälle) und 2016 um beinahe 50% gesenkt werden
  • Tuberkulose ist weltweit nach wie vor die häufigste Todesursache für Menschen mit HIV.
  • Die verbesserte Zugang zu HIV-Medikamenten hat global zu einem 48% Rückgang der Aids-assoziierten Todesfälle geführt (der Gipfel lag mit 1,9 Millionen Todesfällen in 2005)
  • Der stärkste Rückgang an Todesfällen (um 62%) fand zwischen 2004 und 2016 im östlichen und südlichen Afrika statt (von 1.1 Millionen in 2004 auf 420.000 in 2016)
  • Ein besorgniserregender Zugang von Aids assoziierten Todesfällen wurde in der vergangenen Dekade in Mittleren Osten und Nordafrika (48% Steigerung) und in der Region Osteuropa und Zentralasien (38% Steigerung) beobachtet.   

HIV Testung und Behandlungskaskade (global)

  • 36,7 Millionen Menschen leben weltweit mit HIV
  • 25.5 Millionen Menschen wissen von ihrem HIV Status
  • 70% der mit HIV lebenden Menschen wissen von ihrem HIV Status
  • 30% der mit HIV lebenden Menschen wissen nicht von ihrem HIV Status                  
  • Insgesamt erhalten derzeit 19,5 Millionen Menschen mit HIV eine HIV-Therapie
  • 53% der mit HIV lebenden Menschen haben derzeit Zugang zu HIV Therapien
  • 47% der Menschen mit HIV haben keinen Zugang zu lebenserhaltenden HIV-Therapien  

Besonders von HIV Risiken betroffene Gruppen

  • In Settings mit hoher Prävalenz haben junge Frauen nach wie vor ein höheres Risiko sich mit HIV zu infizieren. So haben junge Frauen in Ost und Südafrika zwischen 15-24 Jahren 26% Anteil an den Neuinfektionen (obwohl sie nur 10% der Bevölkerung ausmachen)
  • In Settings mit niedrigerer Prävalenz findet die Mehrzahl von HIV Infektionen unter sog. key populations statt: Drogengebrauchende, Sexarbeiter/innen, Transgender, Gefangene, Schwule und andere Männer, die Sex mit Männern haben (MSM) und deren Sexpartner.
  • Außerhalb Subsahara Afrikas macht in 2015 der Anteil von key populations und deren Sexpartner 80% an den Neuinfektionen aus (in Subsahara Afrika lag der Anteil in 2015 bei 25%).
  • Global gesehen lag in 2015 der Anteil von MSM an den Neuinfektionen bei 12%, der Anteil der sexworkers lag bei 5%, der bei Drogengebrauchenden bei 8%       

Weitere Informationen und aktuellste Zahlen, Daten, Fakten finden Sie bei UNAIDS.

Aktionsbündnis gegen AIDS, 2017