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HIV und Aids - Daten & Fakten

Der Stand von 2014

"Ich zeige Schleife"- Foto-Aktion-Beitrag der Organisation "Aktion Canchanabury"

Seit 2000 konnte die Weltgemeinschaft wichtige Erfolge in der Prävention und Behandlung von HIV und Aids erzielen. Es stehen aber noch gewaltige Herausforderungen vor uns, bis die Epidemie überwunden ist

Generelle Eckdaten

  • 36,9 Millionen Menschen leben weltweit mit HIV. Auf Afrika südlich der Sahara entfallen davon 70%
  • Anfang 2015 erhielten 15 Millionen Menschen eine Behandlung mit lebensnotwendigen antiretroviralen Medikamenten. Das sind ca. 50% aller mit HIV lebenden Menschen, die nach aktuellen Richtlinien eine Behandlung erhalten müssten
  • 2 Millionen Menschen haben sich neu mit HIV infiziert
  • 1,2 Millionen Menschen sind an Aids-bezogenen Krankheiten gestorben
  • Tuberkulose ist noch immer die häufigste Todesursache für Menschen mit HIV
  • Die Präventions- und Behandlungsbemühungen haben seit 2000 rund 30 Millionen Neuinfektionen und annähernd 8 Millionen Todesfälle abgewendet

Kinder und Jugendliche

  • 2,6 Millionen Kinder unter 15 Jahren leben mit HIV. Davon entfallen über 88% auf Afrika südlich der Sahara und jeweils fast 8% auf Asien und die Pazifikregion. Auf Lateinamerika und die Karibik entfallen 2%. Lediglich 3.300 oder 0,1 % der Kinder mit HIV leben in Nordamerika, West- und Zentraleuropa                             
  • Die Anzahl der Neuinfektionen bei Kindern wird auf 220.000 geschätzt. Das ist ein Rückgang von 58% gegenüber dem Jahr 2000. Über 90% Prozent gehen zurück auf die sogenannte vertikale Übertragung von der Mutter auf das Kind und inzwischen ereignen sich 60% davon während des Stillens
  • Zwei von drei Kindern mit HIV erhalten bisher keine HIV-Medikamente und sind einem großen Risiko ausgesetzt, in den ersten Lebensjahren zu versterben. Während nur 32% der mit HIV lebenden Kinder Zugang zu Behandlung haben, sind es bei Erwachsenen 41%
  • Nach den Behandlungsrichtlinien der Weltgesundheitsorganisation sollten HIV-positiv getestete Kinder unter fünf Jahren sofort behandelt werden. Ohne Behandlung liegt ihr Risiko in den ersten zwei Lebensjahren zu sterben bei 50%
  • Für die wichtigsten Medikamente für die Behandlung von Kleinkindern müssen dringend adäquate Darreichungsformen entwickelt werden. Nur etwa ein Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen verfügt über ausreichendes Wissen über die Übertragungswege und Präventionsmöglichkeiten von HIV und Aids

Frauen

  • Weltweit machen Frauen 51% der mit HIV lebenden Erwachsenen aus. In Afrika südlich der Sahara beläuft sich der Frauenanteil sogar auf 57%. In allen anderen Regionen abgesehen von der Karibik sind mehr Männer als Frauen infiziert
  • Weniger als die Hälfte aller schwangeren Frauen in Ländern niedrigen und mittleren Einkommens hat Zugang zu HIV-Tests und Beratung, in den am stärksten betroffenen Regionen des südlichen und östlichen Afrikas waren es fast drei Viertel (Stand: 2013)
  • Über ein Viertel der schwangeren Frauen mit HIV haben keinen Zugang zu Medikamenten, die das Risiko einer HIV-Übertragung von Mutter-zu-Kind fast vollständig verhindern können
  • Aids ist weltweit die Haupttodesursache für Frauen im reproduktiven Alter und für jugendliche Frauen in Afrika
  • Es wird an sog. Mikrobiziden geforscht, die als vaginal aufzutragende Creme oder Vaginalring Frauen dazu in die Lage versetzen, sich selbstbestimmt und ohne Einverständnis des Mannes einholen zu müssen, vor einer potentiellen HIV-Infektion schützen zu können.


Weitere Informationen und aktuellste Zahlen, Daten, Fakten finden Sie bei UNAIDS.

Aktionsbündnis gegen AIDS, 2017