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Globale Krise und Deutschlands Beitrag zur Globalen Antwort 2011: Vierte zivilgesellschaftliche Bestandsaufnahme des deutschen Engagements für die Umsetzung der internationalen HIV/Aids-Ziele seit 2001 - zum Download ...


Alles zur Broschüre "8-2010 Dossier: HIV/Aids gerecht werden. Situationsanalysen zur Pandemie" ...

Eine prägnante Situationsanalyse der weltweiten Pandemie, die eine Bandbreite von wichtigen Themen abdeckt – von den internationalen Vereinbarungen, Prävention, Patenten und Patentrechten, bis hin zu Kindern und Aids, Finanzen, Einreiserestriktionen, einem Blick nach Osteuropa und einer aktuellen Berichterstattung der Internationalen Aids-Konferenz: "8-2010 Dossier: HIV/Aids gerecht werden. Situationsanalysen zur Pandemie." Alle Details ...


Millenniumsentwicklungsziele (MDG)

Aktuell

September 2010: Enttäuschung beim Aktionsbündnis gegen AIDS zum Abschluss des UN-Millenniumgipfels in New York

Proteste in New York zum MDG-Gipfel

Heftige Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Würzburger Soziologe Joachim Rüppel vom Missionsärztlichen Institut Würzburg geübt. Merkels Rede beim Armutsgipfel der Vereinten Nationen in New York sei eine herbe Enttäuschung für alle, die auf eine weitsichtige und solidarische Weltpolitik der Regierung gehofft hätten, sagte Rüppel nach dem Treffen, das am Mittwoch zu Ende ging. Er war im Auftrag des „Aktionsbündnis gegen AIDS“ als Beobachter des Gipfels in New York.

Stattdessen zeige sich die fatale Tendenz, anderen die Verantwortung aufzubürden und sie von oben herab zu belehren, kritisiert Rüppel weiter. Außer der vagen Andeutung, den Globalen Fonds weiter zu unterstützen und damit die „entwicklungspolitische Geisterfahrt“ von Minister Niebel zu korrigieren, ließen sich keine positiven Ansätze im Sinne einer Entwicklungspartnerschaft erkennen. „Aus der Sicht derer, die täglich ums Überleben kämpfen müssen, dürften Merkels Einlassungen wie eine Bestätigung für die Arroganz der Mächtigen erscheinen.“

Die Kanzlerin hatte vor den Vereinten Nationen erklärt, dass nicht alle Ziele bis 2015 erreicht werden könnten. Deutschland wolle aber weiterhin ein verlässlicher Partner sein. Im Vorfeld der UN-Konferenz war Deutschland wegen mangelnder Zusagen zur Auffüllung des Fonds in die Kritik geraten. Im Oktober steht die Wiederauffüllungskonferenz des Globalen Fonds für die Jahre 2011, 2012 und 2013 an. Niebel plant die Mittel ab 2012 zu streichen. Alternativ dazu möchte er das bilaterale Engagement verstärken.


Joachim Rüppel, Fachreferent für HIV/Aids im missionsärztlichen Institut Würzburg

Joachim Rüppel, Fachreferent für HIV/Aids im missionsärztlichen Institut Würzburg, begleitete für das Aktionsbündnis gegen AIDS den MDG-Gipfel in NYC.

Er verfasste dort einen Kommentar zu dem Offenen Brief von Bundes­ent­wick­lungs­minister Dirk Niebel an den Sänger der irischen Gruppe U2, Bono. Außerdem hat er die Diskussionen für uns verfolgt und vor allem die deutschen Beiträge analysiert. Seiner Meinung nach hat die derzeitige Bundesregierung auf dem Gipfel eine erbärmliche Rolle gespielt.

  • Impressionen vom zweiten Tag des UN-Armutsgipfels in New York
    • PDF, deutsch
    • In einer vom Globalen Fonds organisierten Neben-Konferenz kamen Personen und Institutionen zusammen, die sich in den letzten Jahren durch ihr Engagement für die Überwindung der globalen Gesundheitsprobleme hervorgetan haben. Führende Persönlichkeiten aus Industriestaaten, Entwicklungsländern, zivilgesellschaftlichen und internationalen Organisationen fanden klare Worte, um die Dringlichkeit einer verstärkten Unterstützung des Globalen Fonds zu unterstreichen. Deutschland glänzte dagegen bei diesen Treffen durch Abwesenheit. Eine Regierung, die ihre Versprechen zur Erhöhung der Entwicklungshilfe bricht, trotz gegenteiliger Beteuerungen dem Gesundheitsbereich nur eine Nebenrolle in der internationalen Zusammenarbeit zuweist und dem Globalen Fonds aus einer eigenbrötlerischen Gesinnung heraus die Unterstützung aufkündigen will, hätte in diesen Versammlungen wohl auch einen schweren Stand gehabt.


  • Offener Brief der DAIG und DAGNÄ an Angela Merkel zum Millenniumsgipfel in New York
    • 13. September 2010
    • PDF, deutsch
    • Auch die Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG) und die Deutsche
      Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter
      (DAGNÄ) wenden sich mit einem gemeinsamen Brief an die Bundeskanzlerin. DAIG und DAGNÄ bringen zum Ausdruck, für wie wichtig sie einen starken Beitrag Deutschlands für die Arbeit des Globalen Fonds halten.


In der Diashow unten Bilder der der weltweiten Proteste - aus Paris, aus New York und den anderen Städten!

Neuerscheinungen

  • Der UNO-Gipfel zu den Millenniums-Entwicklungszielen
    • Oktober 2010
    • PDF-Datei, deutsch
    • Bericht von Joachim Rüppel
    • Beauftragt durch das Aktionsbündnis gegen AIDS und das Missionsärztliche Institut Würzburg verfolgte der Autor den UNO-Gipfel zu den Millenniums-Entwicklungszielen (MDGs) in New York.  Im Hinblick auf die wesentlichen Ziele und die politische Verantwortung der deutschen Zivilgesellschaft stehen zunächst die Positionen der Bundeskanzlerin im Mittelpunkt der Betrachtung. Anschließend wird das Abschlussdokument einer näheren Betrachtung unterzogen, da es einen zentralen Bezugsrahmen für die globale Entwicklungspolitik in den kommenden Jahren darstellt. Im Anschluss geht es darum, einige der Diskussionsstränge zu dokumentieren und zu reflektieren, die bei den besuchten zivilgesellschaftlichen Treffen entwickelt wurden. Daraus ergeben sich Hinweise für die Positionsentwicklung im Rahmen der internationalen Vernetzung der Zivilgesellschaft, an der sich das Aktionsbündnis beteiligen sollte. Schließlich folgen noch einige relevante Informationen zur Globalen Strategie für die Gesundheit von Frauen und Kindern, die vom Generalsekretär der Vereinten Nationen aus der Taufe gehoben wurde. Dabei wird vor allem ein Blick auf den angekündigten Beitrag Deutschlands geworfen.
  • Millenniums-Entwicklungsziele: Bericht 2010
    • September 2010
    • PDF (PDF-Datei, 6 MB, mit Bildschirmauflösung), deutsch, hier das Original des BMZ
    • Im Jahr 2000 wurde mit der Millenniums-Erklärung ein Meilenstein der internationalen Zusammenarbeit gesetzt, der den Anstoß für Entwicklungsanstrengungen gab, die das Leben von Hunderten Millionen Menschen in aller Welt verbesserten. Zehn Jahre später werden die Führer der Welt erneut bei den Vereinten Nationen in New York zusammenkommen, um die Fortschritte zu überprüfen, die Hindernisse und Defizite zu bewerten und konkrete Strategien und Maßnahmen zur Verwirklichung der acht Millenniums-Entwicklungsziele bis 2015 zu vereinbaren. Der vorliegende Bericht zeigt, wie groß die bisher erzielten Fortschritte sind. Er zeigt auch als wohl wichtigste Erkenntnis, dass die Ziele erreichbar sind, wenn die in nationaler Regie durchgeführten Entwicklungsstrategien, -politiken und -programme von internationalen Entwicklungspartnern unterstützt werden. Gleichzeitig wird klar, dass sich Verbesserungen im Leben der Armen unzumutbar langsam einstellen und einige hart erkämpfte Erfolge durch die Klima-, die Nahrungsmittel- und die Wirtschaftskrise unterhöhlt werden.
    • Copyright Vereinte Nationen
    • aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

August 2010: Ein Dossier des Aktionsbündnis gegen AIDS
in Zusammenarbeit mit der Redaktion WeLTSiCHTen

zum Download der Broschüre "8-2010 Dossier: HIV/Aids gerecht werden" ...

Eine prägnante Situationsanalyse der weltweiten Pandemie, die eine Bandbreite von wichtigen Themen abdeckt – von den internationalen Vereinbarungen, Prävention, Patenten und Patentrechten, bis hin zu Kindern und Aids, Finanzen, Einreiserestriktionen, einem Blick nach Osteuropa und einer aktuellen Berichterstattung der Internationalen Aids-Konferenz.

2010 ist ein entscheidendes Jahr: Die Vereinten Nationen und die Regierungschefs der G8-Staaten hatten versprochen, bis zu diesem Jahr werde für alle Menschen gesichert sein, dass sie sich vor einer Infektion mit HIV/Aids schützen können und dass Menschen, die mit HIV leben, rechtzeitig Zugang zu Behandlung und sozialer Unterstützung erhalten. Dieser sogenannte „Universelle Zugang zu Prävention und Behandlung“ wird jedoch nicht erreicht werden.

Zwar konnten einige Erfolge erzielt werden: Die Zahl der Neuinfektionen geht leicht zurück und die Todesfälle durch Aids sinken, da auch in Entwicklungsländern mehr Menschen lebensverlängernde antiretrovirale Behandlung erhalten. Trotzdem haben noch viele Menschen weder Zugang zu HIV-Tests, die eine Diagnose ermöglichen, noch Zugang zu einer effektiven Therapie. Die weltweite HIV/Aids-Epidemie mit 33 Millionen infizierten Menschen hat weiterhin die Ausmaße einer Katastrophe.

Die internationale Staatengemeinschaft hat im Herbst 2010 die Chance, ihre Versprechen tatsächlich umzusetzen. Im Juli hat sich in Wien die Internationale Aids-Konferenz mit den dazu notwendigen Maßnahmen beschäftigt. Zwei weitere Termine stehen an: Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria ruft als wichtige Finanzierungsinstitution in einer Geberkonferenz dazu auf, dass seine finanziellen Mittel für die Zukunft gesichert sein müssen. Und bei der Konferenz der Vereinten Nationen zu den „Millenniumentwicklungszielen“ werden die Staaten einen Aktionsplan aufstellen müssen, damit HIV/Aids bis 2015 endlich eingedämmt werden kann. Regierungen müssen ihren Erklärungen Taten folgen lassen, damit das Menschenrecht auf Gesundheit auch für alle Menschen mit HIV und Aids erfüllt werden kann.

Juni 2010: 5 vor 2015 – Zeit für einen Aktionsplan zur Erreichung der MDG: Empfehlungen der Zivilgesellschaft an die  Bundesregierung

Die Zeit wird knapp. Der Welt bleiben noch 5 Jahre, um zu zeigen, dass sie in der Lage ist, bis 2015 die selbst gesteckten Ziele im Kampf gegen die Armut zu erreichen. Im Jahr 2000 haben 189 Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen, darunter auch Deutschland, die Millenniumserklärung verabschiedet, aus der die acht Millenniumsentwicklungsziele (MDG) abgeleitet wurden. Die MDG erklären den Willen der Staatengemeinschaft, Armut, Hunger und Krankheit bis 2015 stark zu verringern. Fakt ist jedoch, dass zehn Jahre nach der Verabschiedung in einigen Regionen, besonders in Afrika südlich der Sahara, wenig bis gar keine Fortschritte erzielt wurden.

März 2010: Die Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen: Die besondere Verpflichtung zur Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und schweren Krankheiten bis 2015

Download unser Broschüre "Die Millenniumsentwicklungsziele der Vereinten Nationen: Die besondere Verpflichtung zur Bekämpfung von Armut, Ungleichheit und schweren Krankheiten bis 2015"

Nicht erst seit die Entwicklungsländer die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise spüren, muss sich die Weltgemeinschaft diesen Grundproblemen stellen: der extremen Armut, der wachsenden sozialen Ungleichheit und der Ausgrenzung breiter Gruppen, die ihre Grundbedürfnisse nicht nachhaltig befriedigen und nicht an politischen Entscheidungsprozessen teilhaben können.

Auf dem Millenniumsgipfel im September 2000 haben die Vereinten Nationen weitreichende Verpflichtungen zur Bekämpfung der extremen Armut beschlossen. Sie haben das Ziel formuliert, diese bis zum Jahre 2015 zu halbieren. Dabei wird extreme Armut nicht allein durch zu ein geringes Einkommen definiert (also daran gemessen, ob die Menschen weniger als einen US-Dollar täglich zur Verfügung haben), sondern sie wird auch als ein Verlust an politischen Rechten, an gesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten und an menschlicher Würde verstanden. Es werden also Dimensionen einbezogen, die zugleich Ursachen und Folgen von Armut abbilden.

Archive Dokumente und Links

Links

Dokumente

  • Eveline Herfkens: Beyond Old-style Aid
    • September 2020
    • PDF, Englisch
    • Zwar sind auf dem Weg der Verwirklichung der UN Millennium-Entwicklungsziele bis zum Jahr 2015 inzwischen Fortschritte erzielt worden, dennoch gibt es nach wie vor große Umsetzungslücken. Eine Reihe der ärmsten Länder wird zurückfallen, da die Geberländer sowohl mit Blick auf die Quantität als auch die Qualität der Hilfe ihre Verpflichtungen nicht erfüllen. Die Autorin plädiert, auf der Basis der Erklärungen von Paris und Accra, dafür, das "ownership" der Entwicklungsländer zu stärken. Der verstärkte Einsatz von Budgethilfe  könnte dabei die Eigenverantwortung der Empfängerländer, die Ausrichtung auf nationale Entwicklungsstrategien, die Finanzverwaltung und die Geberharmonisierung verbessern.
    • von der Internetseite des Referats Globale Politik und Entwicklung der FES.
  • Thomas Fues: Bi oder Multi? - Deutsche Interessen und entwicklungspolitische Strategien
    • September 2010
    • PDF, deutsch
    • Mit der Koalitionsvereinbarung der Bundesregierung, die eine deutliche Präferenz für die bilaterale Entwicklungspolitik zum Ausdruck bringt, hat die Diskussion über bi- und multilaterale Ansätze in der Entwicklungspolitik wieder an Fahrt gewonnen. Thomas Fues diskutiert in der vorliegenden Perspektive die beiden Ansätze unter anderem mit Blick auf Sichtbarkeit, Wirksamkeit, Einflussnahme, Partnerschaft und die Umbrüche im globalen System. Dabei, so sein Fazit, sollte es nicht darum gehen, die beiden Ansätze gegeneinander auszuspielen, sondern ihre Vorteile wirkungsvoll miteinander zu kombinieren. Eine starre Quotenregel für bi- und multilaterale Zusammenarbeit ist hierbei nicht hilfreich.
    • von der Internetseite des Referats Globale Politik und Entwicklung der FES.
  • Millenniums-Entwicklungsziele – Der Bericht 2009
    • Juli 2009
    • PDF (Achtung: 3,3 MB), deutsch
    • „Die Zahl der HIV-Neuinfektionen und Aids-Sterbefälle hat ihren Höhepunkt überschritten, doch sind noch immer 33 Millionen Menschen HIV-positiv“, stellen die Vereinten Nationen in ihrem neuesten Bericht zu den globalen Fortschritten bei den Millenniumsentwicklungszielen fest.
    • Veröffentlicht von der Hauptabteilung Wirtschaftliche und Soziale Angelegenheiten der Vereinten Nationen (DESA) – Juli 2009
  • Health in Crises
    • April 2009
    • PDF, englisch
    • Why, in a time of economic crisis, Europe must do more than ever to achieve the health Millennium Development Goals
    • Action for Global Health, April 2009.
  • "Damit Armut einpacken kann"
    • September 2008
    • PDF, deutsch
    • Schattenbericht zum deutschen Engagement für die Verwirklichung der Millenniumsentwicklungsziele.
    • Herausgegeben von VENRO / Deine Stimme gegen Armut in Kooperation mit Action for Global Health, Aktionsbündnis gegen Aids, Globale Bildungskampagne Deutschland, erlassjahr.de – Entwicklung braucht Entschuldung, Europäische Allianz gegen Malaria, Die Klima-Allianz, StopEPA- Kampagne, Stop Malaria Now.
    • Bonn und Berlin