Sie sind hier: Materialien / Dossiers / Kinder und HIV/Aids
Deutsch
English
Mach mit - jetzt zur Unterschriftenseite ...

zum Download ...

Globale Krise und Deutschlands Beitrag zur Globalen Antwort 2011: Vierte zivilgesellschaftliche Bestandsaufnahme des deutschen Engagements für die Umsetzung der internationalen HIV/Aids-Ziele seit 2001 - zum Download ...


Alles zur Broschüre "8-2010 Dossier: HIV/Aids gerecht werden. Situationsanalysen zur Pandemie" ...

Eine prägnante Situationsanalyse der weltweiten Pandemie, die eine Bandbreite von wichtigen Themen abdeckt – von den internationalen Vereinbarungen, Prävention, Patenten und Patentrechten, bis hin zu Kindern und Aids, Finanzen, Einreiserestriktionen, einem Blick nach Osteuropa und einer aktuellen Berichterstattung der Internationalen Aids-Konferenz: "8-2010 Dossier: HIV/Aids gerecht werden. Situationsanalysen zur Pandemie." Alle Details ...


Kinder und HIV/Aids

Neuzugänge

Die nächste Generation könnte ohne Aids aufwachsen, wenn die internationalen Anstrengungen zur Bekämpfung und Behandlung von HIV und Aids jetzt verstärkt werden. Das ist das Ergebnis des neuen weltweiten Berichts „Kinder und Aids 2010“, den UNICEF gemeinsam mit weiteren UN-Organisationen in New York vorgestellt hat.

„Jeden Tag werden 1.000 Babys mit HIV geboren – diese Zahl sollte Null sein“, sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland in Köln. „Der Schwerpunkt der Hilfe muss bei den besonders benachteiligten Müttern und Kindern liegen. Mit einem neuen, von UNICEF mitentwickelten Medikamenten-Set für Neugeborene können Medikamente, die die Übertragung des Virus von der Mutter auf ihr Baby verhindern, einfacher als früher auch in entlegenen Gebieten an Mütter und Kinder verteilt werden.“

Zwar gibt es bei der Prävention der Mutter-zu-Kind-Übertragung bereits jetzt deutliche Fortschritte: 2005 erhielten nur 15 Prozent der HIV-positiven Mütter Medikamente während der Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit, die eine Ansteckung des Neugeborenen verhindern. 2009 lag der Anteil bei 53 Prozent. Aber damit bleibt fast die Hälfte der Mütter nach wie vor unversorgt. Auch bei der Behandlung von Kindern gibt es weiterhin große Defizite. In Schwellen- und Entwicklungsländern werden nur sechs Prozent der Babys auf HIV getestet. 2009 wurden lediglich 28 Prozent der insgesamt schätzungsweise 1,27 Millionen Kinder, die antiretrovirale Medikamente brauchen, entsprechend behandelt. Ohne Behandlung stirbt mehr als die Hälfte dieser Kinder vor ihrem zweiten Geburtstag.

Nicht überall, wo im Prinzip die Möglichkeit zum Schutz des Babys vor HIV besteht, wird diese auch genutzt – aus unterschiedlichen Gründen. Neben hohen Kosten für Geburtsvorsorge und Geburt halten weite Wege und lange Wartezeiten Frauen davon ab, zu Gesundheitsstationen zu kommen. Dazu kommt Angst vor Diskriminierung, wenn das Umfeld von der HIV-Erkrankung erfahren sollte. UNICEF setzt sich für eine insgesamt bessere Gesundheitsversorgung ein, in die die Prävention und Behandlung von HIV/Aids integriert ist. Auch die Sozialsysteme müssen ausgebaut werden, damit nicht benachteiligte Familien ausgeschlossen werden – zum Beispiel, weil sie den Transport zum Krankenhaus nicht bezahlen können.

Das Medikamenten-Set, das UNICEF mit entwickelt hat, soll entscheidende Fortschritte für Babys bringen. Es enthält Medikamente für die HIV-positive Mutter und ihr Neugeborenes, um das Kind vor dem HI-Virus zu schützen. Die Medikamente, deren Gebrauch auf einfache Weise mit Piktogrammen erklärt wird, können zu Hause eingenommen werden.

Wichtige Materialien

  • Kinder und Aids: Herausforderungen und Antworten in der Entwicklungszusammenarbeit

    • Inhalt als PDF-Download
    • Buchtitel als PDF-Download

    • 1. Auflage: 5.000, September 2008

    • Allein zwischen 2005 und 2007 sind mehr als 1,2 Millionen Kinder an den Folgen von Aids gestorben. Täglich infizieren sich 3.000 junge Menschen unter 24 Jahren mit HIV.

      Im ersten Teil des vorliegenden Sammelbands stellen 13 Autorinnen und Autoren neueste Erkenntnisse aus Forschung und Praxis zusammen: Sie diskutieren sinnvolle Präventionsmodelle und beleuchten die Versorgung der Kinder, die durch Aids verwaist oder anderweitig gefährdet sind. Außerdem untersuchen sie die medizinische und psychosoziale Betreuung der von HIV und Aids betroffenen Kinder. Im zweiten Teil stellen Hilfsorganisationen praktische Beispiele ihres Engagements in einer Welt mit Aids vor.

      Die Idee zu diesem Buch entstand im Fachkreis „Kinder und Aids“ des deutschlandweiten Aktionsbündnisses gegen Aids, in dem kirchliche und zivilgesellschaftliche Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit für das Menschenrecht auf Leben eintreten. Die Publikation bündelt Fachwissen und appelliert an die Pharmaindustrie und die Bundesregierung, zu ihren Versprechungen bezüglich der Forschung und Finanzierung von Aids-Projekten zu stehen.

    • Herausgeber: Aktionsbündnis gegen AIDS, Tübingen
    • Redaktion: Fachkreis Kinder und Aids, Aktionsbündnis gegen AIDS
    • Koordination: Marwin Meier
    • Lektorat: Kurt Bangert

Archiv Links und Dokumente

Links

  • www.Childinfo.org
    • Diese Seite bietet verschiedene HIV/Aids-Statistiken mit besonderem Fokus auf die Situation von Kindern und Frauen
    • Quelle: UNICEF

Dokumente

  • PMTCT Strategic Vision 2010–2015: Preventing mother-to-child transmission of HIV to reach the UNGASS and Millennium Development Goals
    • März 2010
    • PDF, Englisch
    • Moving towards the elimination of paediatric HIV. The purpose of this document is to define WHO’s commitment to global and country support to scale up access to prevention of mother-to-child transmission (PMTCT) of HIV services and integrate these services with maternal, newborn and child and reproductive health programmes. The objectives included in this PMTCT strategic vision 2010–2015 illustrate WHO’s ongoing commitment to the United Nations General Assembly Special Session (UNGASS) goals on PMTCT and strengthening support for PMTCT within the context of the Millennium Development Goals (MDGs).
    • © World Health Organization 2010
  • UNICEF/UNAIDS Fourth Stocktaking Report on Children and AIDS
    • Dezember 2009
    • PDF, englisch
    • The Fourth Stocktaking Report on Children and AIDS calls attention to children and young people living in a world with HIV and AIDS. It comes four years after the launch of Unite for Children, Unite against AIDS, an initiative dedicated to putting children at the heart of the global AIDS response. The Stocktaking Report - a joint effort of UNICEF, UNAIDS, WHO and UNFPA - allows to reflect on how well the obligations to children have been met, and offers authoritative data, evidence and recommendations on how to accelerate action at all levels. On the occasion of its release on World AIDS Day 2009, the report charts progress towards the 2010 Universal Access targets and takes stock of the many challenges to meeting these goals. What you’ll find in this report:
      • Age- and gender- specific data on mothers, infants, children and young people.
      • Current knowledge, emerging evidence and examples of what works in the global response for children.
      • Concrete recommendations for action that can improve the well-being of children and help nations keep their commitments.
      • Investment needs to meet the goal of universal treatment, care and support for children.
    • Further information, a summary report, a powerpoint presentation and a factsheet are available online at: www.uniteforchildren.org
  • HIV and infant feeding: Revised Principles and Recommendations
    • November 2009
    • PDF, Englisch
    • WHO recommendations on infant feeding and HIV were last revised in 2006 (published in 2007 as an HIV and Infant Feeding Update – ISBN 978 92 4 159596 41). Significant programmatic experience and research evidence regarding HIV and infant feeding have accumulated since then. In particular, evidence has been reported that antiretroviral (ARV) interventions to either the HIV-infected mother or HIV-exposed infant can significantly reduce the risk of postnatal transmission of HIV through breastfeeding. This has major implications for how women living with HIV might choose to feed their infants, and how health workers should counsel mothers when making these choices. The potential of ARVs to reduce HIV transmission throughout the period of breastfeeding also highlights the need for guidance on how child health services should communicate information about ARVs to prevent transmission through breastfeeding, and the implications for feeding of HIV exposed infants through the first two years of life.
    • Rapid Advice by the World Health Organization
  • Early Antiretroviral Therapy and Mortality among HIV-Infected Infants
    • November 2008
    • PDF, englisch
    • In countries with a high seroprevalence of human immunodeficiency virus type 1 (HIV-1), HIV infection contributes significantly to infant mortality. We investigated antiretroviral-treatment strategies in the Children with HIV Early Antiretroviral Therapy (CHER) trial
    • For the CHER study team in "The New England Journal of Medicine", , 359; 21, 2233-2244, November 2008.
  • Prescription for Life: Take action to help children living with HIV
    • Mai 2009
    • PDF, englisch
    • Action guide for teachers, parents and others who play a vital role in making young people aware of the world in which they live and empowering them to take action. Young people are encouraged to write letters to governments and pharmaceutical companies asking the to improve the treatment and services available to children living with HIV. Ideas are also given for students and youth groups to raise awareness of these issues in local newspapers and other media.
    • by the Ecumenical Advocacy Alliance