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Alles zur IAC 2010 ...

Vorläufiger Alternativbericht, Juli 2010: Engagement gegen Aids. Versprechen sind nicht genug!



Knallrote Tröten, die richtig laut sind und mächtig Eindruck machen!

Rechtzeitig zur WM in Südafrika hatte das Aktionsbündnis gegen AIDS Vuvuzelas anfertigen lassen. Knallrote Tröten, die richtig laut sind und mächtig Eindruck machen! Erregen Sie Aufmerksamkeit für Ihre Aktion und für das Thema HIV/ Aids – es sind noch Vuvuzelas übrig. Jetzt bei uns bestelle ...



Indische Generika und Aids: Eine Erkundungsreise in der "Apotheke der Armen". Lesen Sie hier unsere Broschüre über die Hintergründe zu und die Erkenntnisse, die wir aus dieser Reise gewonnen haben.


Wir haben aus Indien zwei interessante Interviews mitgebracht.



Gesundheitssystemstärkung

Momentan eine wichtige Diskussion zwischen der WHO, Weltbank, GAVI und dem Global Fund zur gemeinsamen Stärkung von Gesundheitssystemen statt. Viele zivilgesellschaftliche Organisationen begrüßen den Fokus auf die Gesundheitssystemstärkung grundsätzlich und wären erfreut, wenn durch eine Joint Platform For Health Systems Strengthening gemeinsam Gesundheitssystemstärkung mit dem klaren Blick auf langfristige Health Outcomes für alle Gruppen der Bevölkerung erreicht werden könnte.

Weiter unten unter Dokumente ist eine Stellungnahme, die durch 18 in Deutschland und international tätige Organisationen und Netzwerke erarbeitet und unterzeichnet wurde, darunter auch das Aktionsbündnis gegen Aids durch die Sprecher und das Kampagnenbüro. Die fünf zentralen Punkte sind:

  • Respective roles of the different partners
    Es gibt große Bedenken bzgl. einer Führungsrolle der Weltbank als Institution die gemäß der jüngsten unabhängigen Evaluierungen bestenfalls mittelmäßige, schlimmstenfalls desaströse Ergebnisse bei der Gesundheitssystemstärkung in ärmeren Ländern gezeigt hat. Die WHO sollte federführend bei der Festlegung von Standards sein. GAVI und der GFATM haben Wege gezeigt, wie ärmere Länder in Antrags- und Governance Prozessen systematisch miteinbezogen werden, bzw. diese führen können.
  • Structure of the new platform and relationship with other donor agencies
    Die Joint Platform macht nur Sinn, wenn sie die Prozesse für die Beteiligten wirklich vereinfacht. Dazu sollte die Joint Platfrom auf existierende Prozesse aufbauen anstatt zusätzliche Prozesse zu etablieren.
  • Resources and funding streams
    Ohne erhebliche zusätzliche Mittel für die Gesundheitssystemstärkung droht die gemeinsame Platform zur Farce zu werden. Die Mittel müssen langfristig und im Idealfall als Budgethilfe zur Verfügung gestellt werden. Nur so können Gesundheitssysteme und die damit verbundenen wiederkehrenden Kosten nachhaltig finanziert werden.
  • Universal access to health care and vulnerable groups
    Gerade unter der Beteiligung der Weltbank braucht die Joint Platform ein explizites Bekenntnis zum universellen Zugang zu Gesundheitsdiensten vor allem für der ärmsten, vulnerablen und marginalisierten Bevölkerungsteile.
  • Role and meaningful engagement of civil society
    Der Global Fund und GAVI haben wegweisende Systeme zur Beteiligung der Zivilgesellschaft bei Antragsstellung, Implementierung, Monitoring und Governance etabliert. Wenn diese auch teilweise nicht perfekt funktionieren, sollten sie dennoch als Grundlage für die Struktur der Joint Platform dienen und weiterentwickelt werden.

Dokumente