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„Butter bei die Fische!“

Ergebnisse zum Thema Globale Gesundheit beim G20 Gipfels in Hamburg

Traditionelles Gruppenfoto der Teilnehmer des G20-Gipfels in Hamburg

Bei den seit 1999 einmal im Jahr stattfindenden G20 Gipfeln, treffen sich die 19 wirtschaftsstärksten Staaten und die Europäische Union, um u.a. Fragen des Wirtschafts- und des Finanzsystems zu besprechen. Andere Themen, die dabei bearbeitet werden und globaler Absprachen bedürfen, sind Klimapolitik, Frauenrechte, Bildungschancen, Migration, Gesundheit und Terrorismus.

Nur zur Unterscheidung: bei den G7 Gipfeln (Abkürzung: Gruppe der Sieben), handelt es sich um die Treffen der Regierungschefs der sieben „bedeutendsten“ Wirtschaftsnationen der westlichen Welt. Die Gruppe wurde 1975 etabliert und erfuhr 1998 durch die Aufnahme Russlands eine Erweiterung zur G8. In 2014 wurde Russland aufgrund der Annexion der Krim wieder ausgeschlossen.

Dem G7 Gremium gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, das Vereinigte Königreich und die Vereinigten Staaten an. Die Europäische Kommission hat einen Beobachterstatus. Die Gruppe der G7 Staaten haben eine Anteil von ca. 10,5 % an der Weltbevölkerung erwirtschaftet, 44 Prozent des weltweiten Bruttonationaleinkommens.

Rund um das Treffen der Regierungsvertreter_innen treffen sich Vertreter_innen der internationalen Zivilgesellschaft um für sie wichtige Themen zu Klima, Landwirtschaft, Umweltschutz oder zu gesundheitspolitischen Fragen gemeinsame Positionen zu finden, Stellung zu beziehen und auf die Diskussionsprozesse und Abschluss Kommuniqués Einfluss zu nehmen. Mitgliedern der Zivilgesellschaft ist zu gratulieren, dass es ihnen durch jahrelanges Engagement gelungen ist, Gesundheitsthemen im Rahmen der G20 und G7 Prozesse wiederholt anzusprechen.

Angela Merkel hat sich beharrlich dafür eingesetzt, dass das Thema „globale Gesundheit“ auf der Agenda des G20 Treffens bleibt. Dass die anderen Gipfelteilnehmenden mittragen, dass Gesundheitsthemen in der Abschlusserklärung des Gipfels überhaupt auftauchen, war lange nicht ausgemacht. Der Erfolg, den Merkel durch ihr Verhandlungsgeschick erzielte, verdient Respekt, obgleich es - wie sollte es auch anders sein - Aspekte zu kritisieren gibt: beispielsweise zur konkreten Finanzierung geplanter Vorhaben. Deshalb heißt es jetzt auch “Butter bei die Fische“, wie es Marwin Meier von World Vision und dem Aktionsbündnis gegen AIDS, der selbst während des Gipfels als Vertreter der deutschen Zivilgesellschaft anwesend war, treffend auf den Punkt bringt. 

Den ganzen Artikel lesen Sie hier:

Aktionsbündnis gegen AIDS, 2017