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Leben – eine Kostenfrage?!

Krankheit unbezahlbar – Wie Arzneimittelpreise die Globale Gesundheit bedrohen.

Pressemitteilung von MEZIS vom 24.11.2016 Arzneimittelkosten steigen in atemberaubendem Tempo. Besonders betroffenen sind patentgeschützte neue Produkte wie Krebsmedikamente, aber auch lebenswichtige alte Arzneimittel, die als Nischenpräparate selten zum Einsatz kommen. Pharmafirmen verdienen daran Milliarden. Auf der Strecke bleiben diejenigen, die sich die Medikamente nicht mehr leisten können, die, für die Leben mehr und mehr eine Frage des Geldes wird – überall auf der Welt.

Die ärztliche Organisation MEZIS („Mein Essen zahl ich selbst“) veranstaltet dazu am 1.-2.12.2016 im Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) in Berlin die Fachtagung Leben – eine Kostenfrage?!. Zuvor lädt MEZIS am 1.12.2016 um 11:00 Uhr herzlich zum Pressegespräch mit den ReferentInnen ins ZQP ein.

Am 1.12.2016 von 19:00 - 21:00 Uhr werden im Hoffmann-Hörsaal der Charité Kathrin Vogler (Die Linke), Kordula Schulz-Asche (Bündnis 90/Die Grünen) und Rudolf Henke (Marburger Bund, CDU) zusammen mit den ReferentInnen der Fachtagung öffentlich die Frage „Krankheit unbezahlbar – Wie Arzneimittelpreise die Globale Gesundheit bedrohen“ diskutieren.

„Die Preise für Medikamente sind unbestreitbar zu hoch. Besonders offensichtlich ist das bei den lebensnotwendigen Krebs- und Hepatits-C-Arzneimitteln. Krankenversicherungen werden zunehmend nicht mehr in der Lage sein, lebenswichtige Behandlungen zu erstatten“, erklärt Thomas Mayer vom MEZIS Vorstand. Peter Tinnemann, Arzt an der Akademie für Öffentliches Gesundheitswesen, ergänzt: „Der Gier der Pharmafirmen nach Gewinnmaximierung wird seitens der Politik kein Einhalt geboten. Im Süden ist Gesundheit schon eine Kostenfrage, im Norden wird sie es gerade.“

Christiane Fischer, Ärztliche Geschäftsführerin von MEZIS, fasst zusammen: „Gesundheitsdiensten in Nord und Süd droht der Kollaps, unser aller Gesundheit weltweit steht auf dem Spiel. Doch Lösungen sind möglich, wenn die Preise für neue unentbehrliche Medikamente massiv gesenkt werden! Auf der Fachtagung und der Podiumsdiskussion werden wir dies aufzeigen.“

Ansprechpersonen:
- Dr. med. Christiane Fischer, Ärztliche Geschäftsführerin MEZIS: fischer@mezis.de, Tel: 01575-5575135
- Dr. med. Thomas Mayer, Vorstand MEZIS: mayer@mezis.de Tel: 0152-22531492
- Dr. med. Peter Tinnemann, MEZIS:  Peter.Tinnemann@charite.de 

Weitere Informationen: www.mezis.de -  Fachtagung Leben eine Kostenfrage - Podiumsdiskussion

[2007 hat sich die Initiative unbestechlicher Ärztinnen und Ärzte MEZIS e.V. „Mein Essen zahl ich selbst“ gegründet: - MEZIS wehrt sich gegen die allgegenwärtigen Beeinflussungen durch die Pharmaindustrie. - MEZIS sensibilisiert ärztliche KollegInnen und Medizinstudierende: Wer sich Kulis, Essen, Studi en, Reisespesen und Anwendungsbeobachtungen finanzieren lässt, wird in seinem Verschreibungsverhalten beeinflussbar. - MEZIS fordert ein klares Verbot von Beeinflussungen und Bestechlichkeit im ärztlichen Berufsrecht. - MEZIS engagiert sich für herstellerunabhängige Informationen und Fortbildungen sowie werbefreie Praxissoftware. - MEZIS ist Teil des weltweiten No-free-lunch-Netzwerks. ]

Aktionsbündnis gegen AIDS, 2017