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Bericht zum Treffen mit Erzbischof Thabo Makgoba

Am 4. Mai 2016 fand ein Treffen mit dem südafrikanischen Erzbischof Thabo Makgoba statt

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde gab der Erzbischof ein Statement zur aktuellen Situation in Südafrika und bezog sich dabei auf die generelle politische Situation und spezielle Themen wie insbesondere Stigma, das eine große Rolle in der kirchlichen Arbeit zu HIV und Aids hat.

Makgoba betonte die theologische Perspektive, dass neben praktischer Hilfe auch Hoffnung weitergegeben werden sollte. Er verwies auf die Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit und nannte als Beispiel die vergleichsweise liberale südafrikanische Verfassung, welche jedoch in weiten Teilen nicht die Realität im Land abbilde. Dies zeige sich beispielsweise an der verbreiteten Homophobie innerhalb der Gesellschaft.

Erzbischof Thabo Makgoba berichtete von öffentlich durchgeführten HIV-Tests, an welchem viele bekannte Persönlichkeiten und auch er selbst teilgenommen haben. Die Aktion mit der Botschaft „Der Bischof lässt sich testen, warum nicht auch du?“ sei sehr sinnvoll gewesen, habe vielen geholfen und einen Beitrag zum Abbau von Stigmas geleistet.

Angesichts der teilweise unterschiedlichen Versorgungssituation in Südafrika, wurde in Bezug auf die Angebote kostenloser HIV-Tests diskutiert, dass die Durchführung von HIV-Tests ohne eine Behandlung durchführen zu können aus ethischer Perspektive problematisch ist. Makgoba berichtete davon, dass insbesondere im ländlichen Raum der Zugang zu Behandlung sehr schwierig sei.

Trotz des teilweise schwierigen Zugangs zu Behandlung, stellte der Erzbischof heraus, dass die Finanzierung von Präventionsprojekten noch wesentlich schwerer sei, als die Finanzierung von Behandlung. Aufgrund der Notwendigkeit von Prävention und Behandlung, sprach sich der Erzbischof für einen verstärkten Einsatz für Prävention und Zugang zu Präventionsmöglichkeiten aus und sieht hier auch die Rolle der Kirche.

Aktionsbündnis gegen AIDS, 2018