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Protestaktion in Brüssel: EU-Indien-Freihandelsabkommen gefährdet Zugang zu Medikamenten!
Die Proteste der Zivilgesellschaft am 10. Dezember in Brüssel fand große Medienresonanz. Die Bedrohung der Generikaproduktion in Indien durch das geplante EU-Indien Freihandelsabkommen wurde damit noch breiter in der Öffentlichkeit diskutiert.
Noch gibt es aber keinen Hinweis darauf, dass die Europäische Union auf Regelungen verzichten wird, die den Zugang zu preiswerten Medikamenten erschweren. Am Ende des Gipfels gaben beide Parteien lediglich bekannt, im kommenden Frühjahr ein gemeinsames Freihandelsabkommen unterzeichnen zu wollen, um ihre Beziehungen zu erweitern und zu vertiefen.
Die durch die Aktion erzeugte breite Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit muss jetzt genutzt werden, um den Ausgang der Verhandlungen für das Wohl von Millionen Patienten zu beeinflussen.
Während der Demonstration mit über 100 AktivistInnen vor dem Rat der Europäischen Union, wo die Verhandlungen stattfanden, skandierten diese laut mit Vuvuzelas und Pfeifen: „Europe: Hands off our medicine“! Imitationen von Angela Merkel, David Cameron, Nicolas Sarkozy und Silvio Berlusconi bauten eine symbolische Mauer auf, die HIV-Kranken den Zugang zu lebensrettenden Medikamenten verhindern sollte. Die Demo endete mit einem „Die-In“ , während Ärzte und Demonstranten weiterprotestierten.
Lesen Sie unsere Pressemitteilung zu den Protesten:
- Tag der Menschenrechte: EU-Indien-Freihandelsabkommen gefährdet Zugang zu Medikamenten!
- Aktionsbündnis gegen AIDS fordert Verzicht auf Regelungen, die Zugang zu preiswerten Medikamenten erschweren!
Es gibt auch ein Video der Proteste von Ärzte ohne Grenzen:
Hier eine Diashow der Proteste:









